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Presse | Hauptverein | 11.05.2016

Die Torhüterin gibt den Ball weiter

Heute Abend endet die Präsidentschaft von Anette Bronder beim VfL Sindelfingen. Die 48-Jährige stand aber nicht nur sechs Jahre lang an der Spitze der Blau-Weißen, sie engagierte sich insgesamt zwei Jahrzehnte im Vorstand des Großvereins.

Als Anette Bronder 1996 erstmals in den Vorstand gewählt wird, hat der VfL gerade die Abteilungsoffensive auf den Weg gebracht, die eine strukturelle und organisatorische Stärkung der Abteilungen zum Ziel hat und noch heute gilt.

2002 wählen die Delegierten die gebürtige Stuttgarterin zur Vizepräsidentin. In diesem Jahr wird unter Federführung des VfL Sindelfingen nach dem Glaspalast auch das Klostergartenbad aus finanziellen Gründen in die Trägerschaft eines eigenen Vereins, in dem die Schwimmer eine wesentliche Rolle spielen, übernommen.

2010 wird Anette Bronder zur neuen Präsidentin gewählt, sie tritt damit die Nachfolge von Anke Maruschka an. Es folgt ein turbulentes Jahr, denn nach einem Gutachten einer Unternehmensberatung wird der Stadt Sindelfingen die Schließung der beiden kleinen Bäder und des Glaspalastes empfohlen. In intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung und den Gemeinderäten kann der VfL Sindelfingen beides verhindern.

Das Aus des Bundesliga-Handballs kann aber auch Anette Bronder nicht verhindern. Die ehemalige Torhüterin muss mitverfolgen, wie sich die zeitweilige Rettung der Mannschaft durch die Hollenbach-Gruppe nur als ein Strohfeuer erweist. Ende August 2011 ist Schluss mit Leistungs-Handball in Sindelfingen. „Als Präsidentin bin ich der Solidargemeinschaft verpflichtet. Die Abmeldung der Bundesliga-Mannschaft war die richtige Entscheidung. Wir können nur das machen, was wir uns leisten können“, sagt Anette Bronder.

Der Bau der Sportwelt, die im April 2008 feierlich eröffnet wird, ist ein Meilenstein in der Geschichte des VfL Sindelfingen. Der Kredit für das Vereinszentrum ist demnächst getilgt. „Im Hauptausschuss haben wir entschieden, dass wir den Abteilungen dann etwas zurückgeben“, sagt Anette Bronder.

Das kann sich der Verein leisten, denn der VfL ist schuldenfrei und freut sich Jahr für Jahr über steigende Mitgliedszahlen. Nur die Weiß-Roten vom VfB Stuttgart haben (noch) mehr Mitglieder als die Blau-Weißen vom VfL Sindelfingen.

„Wir haben auch einen Zuwachs bei den Kindern. Da sie bis 14 Jahre im Hauptverein beitragsfrei sind, scheitert eine Mitgliedschaft nicht am Geld“, erklärt Bronder.

Die Pläne für die Erweiterung der Sportwelt und den Bau einer Sporthalle liegen auf der VfL-Geschäftsstelle fertig in der Schublade. „Bis 2017 läuft die Kooperation mit Mercedes Benz. Wenn wir diesen Vertrag verlängern können, werden wir unsere Baupläne umsetzen“, sagt die scheidende VfL-Präsidentin, die großen Wert darauf legt, dass alle Entscheidungen in ihrer Amtszeit immer im Team getroffen wurden.

Ihren Nachfolger hat sich Anette Bronder selbst ausgeguckt. „Das hat Tradition beim VfL Sindelfingen, und davon habe ich auch Gebrauch gemacht.“ Dr. Heinrich Reidelbach, der Abteilungsleiter der VfL-Turner, soll heute Abend zu Bronders Nachfolger gewählt werden. Reidelbachs bisherigen Posten als Finanzreferent soll Leichtathletik-Chef Markus Graßmann übernehmen. Zur Wahl des neuen Vizepräsidenten stellt sich Andreas Bonhage, bisher auch einfaches Vorstandsmitglied.

Info

Die Delegiertenversammlung des VfL Sindelfingen beginnt heute Abend um 19.15 Uhr in der Judohalle des Glaspalastes mit den Ehrungen. Unter Tagesordnungspunkt vier stehen dann die Wahlen des Präsidenten, des Stellvertreters, der weiteren Vorstandsmitglieder, des Finanzreferenten und der Kassenprüfer an.

Mehr Zeit für die Familie: Anette Bronder stellt sich als VfL-Präsidentin heute Abend nicht mehr zur Wiederwahl. Bild: fotoknobi/A